BRING ON THE SUN – Warum Florida im Winter ne SEHR GUTE Idee ist

Weihnachten 2017 haben wir in der Sonne gefeiert. Aufm Schiff, genaugenommen, bzw. auf wunderschönen karibischen Inseln (nachzulesen hier, hier und hier, wenn ihr mögt). Die Schwiegereltern hatten ihr 50. Hochzeitsjubiläum. Da darf schon mal ganz groß gefeiert werden 🎉 😉

Und da das Schulkind in Hessen besonders lange Weihnachtsferien hat (ganze 3 Wochen nämlich) und sich gerade  für das Baby 6+ Stunden Zeitverschiebung  für eine Woche fast nicht lohnt,  hängen wir einfach noch ein bisschen Familytime ran. Dachten wir uns so. In Florida. Hier ein paar Erkenntnisse, Tipps und Erlebnisse.

REISEPLANUNG

Ich würde uns als geübte Reisefamilie beschreiben. Baby Cleo war schon in Israel, auf Helgoland, in Österreich, den Niederlanden. No big deal. Die Kreuzfahrt war auch schon über ein Jahr gebucht, am allerwichtigsten aber wäre das Reiseprojekt fast gescheitert:

#PASS ist nicht gleich Pass

Für Reisen in die USA reicht nämlich NICHT der Kinderreisepass!! Wegen Esta braucht auch ein  ein Baby einen biometrischen Reisepass! Wussten wir. Eigentlich. Haben wir aber dann  irgendwie vergessen. Für unseren Flug nach Tel Aviv im letzten Winter hatte der Kinderreisepass ausgereicht. Die USA aber sind wohl das EINZIGE Land, in dem der NICHT akzeptiert wird. Ach so… und wo wir schon dabei sind: EXPRESSPASS bedeutet nicht „Express“ im wörtlichen Sinne. Also schnell geht das mal gar nicht. Auch der braucht normalerweise 10 Tage (autsch!). Statt der normalen 6 Wochen.

***Bei uns hats am Ende gerade so geklappt. Donnerstagmittag hyperventilierend Expresspass bestellt. (Wie schnell man alles zusammenhat, wenn es darauf ankommt!!) Dann 6 Tage lang: Hoffen, bitten, beten. Klappts noch? Am Mittwoch der erlösende Anruf: ER IST DA. Freudengeschrei. Mittwochnachmittag 13 Uhr halten wir das wertvolle teil in den Händen. Am  Donnerstag um 11:20 geht unser Flug! Yay! Großes GLÜCK GEHABT! Und einige Nerven verloren. Muss ECHT nich sein!***

Apropos #FLÜGE

Weil wir die Flüge so spät (nämlich kurz vor der Angst, drei Wochen vorher, und das während der Weihnachtsreisezeit – also viel zu SPÄT!) gebucht haben, mussten wir am Ende mit einer uns unbekannten Airline fliegen, um nicht nochmal so viel Geld wie für die Kreuzfahrt selbst zu berappen.

Denn: Flüge nach Miami um Weihnachten sind nicht billig. Eigentlich auch gar nicht überraschend.

Daher WOW Air. Kurz und knapp: Wenn der Flieger nicht überbucht ist, eine ganz gute Sache. Echt! Allerdings kommt der unschlagbare Preis mit ein paar Abstrichen:

Unseren richtigen „WOW“-Moment hatten wir auf dem Rückflug: Online-Check-In ging nicht mit unter-2-jährigem Baby. Am regulären Check-in hieß es dann (eineinhalb Stunden vor Flug): „Wir sind leider voll. In drei Tagen fliegen wir wieder Frankfurt an. Und bis dahin bezahlen wir Ihnen ein ein Hotel. Ok, tschüssi! 👋🏻“

Ähh?! WTF? Was dann folgte, hier kurz zusammengefasst: Ich bin AUSGEFLIPPT und wir durften am Ende doch mitfliegen. Aber andere mussten tatsächlich am Gate bleiben. Ein junges Paar und zwei Singles. Vielleicht hatten die sogar Bock auf noch ein paar Tage Miami. Trotzdem: Mega uncool.

Wichtig bei WOW

Essen und Trinken mitbringen! (an Bord nur gegen Geld) Ja, auch auf Langstecke. Wir konnten es auch nicht glauben. Dafür aber: Vergleichsweise große, bequeme Sitze. Und ein Zwischenstopp in Reykjavik. Lohnt sich sehr! Für mich der schönste Airport EVER!

Für Koffer zahlste extra. Wir disziplinieren uns auf insgesamt drei. Darauf bin ich sehr stolz. Auch viel praktischer mit „leichtem “ Gepäck zu reisen.

Außerdem: Nur ein extra Gepäckstück für Kinder kostenfrei! Wir haben statt der Babyschale den Reisebuggy mitgenommen –  Und ihn in Frankfurt leider zum letzten Mal gesehen. Dann erst wieder in Miami, beim Boarding zum Rückflug. Hätten wir uns also sparen können. Fail!

Nach 15 Stunden sind wir sogar recht schnell da (ohne Buggy zwar, aber hey – MANDUCA!), und jetzt geht der Urlaub los, 2 einhalb Tage in:

Der Moment, wenn morgens um 4:30 alle vier der Jetlag aus dem Bett treibt, man erst zum nächstgelegenen Diner wandert (im T-Shirt- yay!) für ein typisch amerikanisches Frühstück (Pancakes! Waffeln! Free-refill Kaffee!!! 🙌🏻) und dann direkt zum Sonnenaufgang an den Strand – UNBEZAHLBAR! Im Ernst!

Tipp

Kinder akklimatisieren lassen ist IMMER ne gute Idee. Niemals auf den letzten Drücker fliegen. Lieber zwei Tage Puffer einplanen. Zum Beispiel für Jetlag – oder den Fall, dass das wichtigste Dokument fehlt und man vielleicht nen Flug später nehmen muss  😉

Flugzeiten

Wir fliegen gegen Mittag los und kommen abends  20 Uhr an! Empfehlenswert! An Bord wird Mittagsschlaf gemacht und direkt nach der Ankunft am Urlaubsziel gehts für alle ins Bett!

Miami Beach

… für mich ne super Wahl für Reisen mit Kindern, weil #Strand. Aber teuer. Hotels gibts in Miami gibts eh kaum für unter 200 Euro/Nacht. In Miami Beach ist es gerne noch etwas mehr.

WO?

Wir wohnen in South Beach, in der Nähe des Ocean Drive. Der erste Blick auf Strand und Meer und sofort setzt sich bei mir ein Glückshormon frei. Spätestens jetzt fängt der Urlaub an (Baby Cleo hat Pseudo Krupp, aber der wird hier sehr schnell besser).

Shopping, Baden, chillen, essen. Geht hier alles. Shoppen vor allem! Auf der Collins Ave. gibts alles von Victoria Secret, über Gap, Banana Republic bis hin zu Free People.

South Beach ist größtenteils im Art Deco Stil gebaut – und alles, was neu dazu kommt, muss sich dem unterordnen. Das heißt: Keine riesigen Hotelkomplexe mehr, alles bunt und nach einem festgelegten Stil erbaut. Fürs Auge gibts hier schonmal jede Menge zu gucken! Um die Ecke gibts ne Mall mit TJ Maxx usw.

Health Food: Gleich um die Ecke finde ich die  „Re:fresh Juice Bar“ (1059 Collins Ave. Suite 107 – geöffnet täglich von 09:00 bis 23:00 Uhr). Ich liebe sie, sehr zu empfehlen!

Und am allerwichtigsten: Strand! Auch wenn das Wasser etwas… frisch ist. Die Rettungstürme haben es mir angetan! So hübsch!

Must-see in Miami:

Miami ist super auf einem Hop-on/Hop-off Bus ($25/person) zu erkunden. Mit Safari Tours sind wir 5h unterwegs und sehen: viel! Viel wunderschönes. Häuser zum Beispiel. In Coconut Grove. Kurz Zeit zum Shoppen ist auch: In der Bayside Mall.

Wenn du die Möglichkeit dazu hast: Unbedingt machen! Geht auch mit Kindern sehr gut, denn es gibt immer was zu entdecken.

In Little Havana halten wir knapp 1 Stunde. Das nächste Mal will ich hier unbedingt länger her! Mein allerliebster Tagespunkt! In den Souvenirshops gibts gern mal einen kubanischen Kaffee zur Probe und das lohnt sich! Mega lecker! Und in den Cafes und auf der Straße: schönste lateinamerikanische Musik! So Klischee! Aber so entspannt!

Beste Eis: „Azucar Icecream Company“ (1503 SW 8th Street) Unbedingt probieren: Die Eissorte „Burn in hell Fidel“ –  da brennt’s dir wirklich alles weg!) Für Kinder vielleicht lieber ein traditionelleres. Mango zum Beispiel. Oder Avocado.

EVERGLADES

MEGA! Als Tagesausflug zum Beispiel, geht auch von Miami aus. Dauert ca. 1,5 Stunden. Natürlich kann man hier aber auch länger aushalten. Wir haben auf dem Weg zu unserem nächsten Urlaubsort an der Golfküste den Tamiami Trail gewählt. Der führt direkt durch die Everglades.

Man kann anhalten, wenn man (Oft! SEHR OFT!! :-D) einen Alligator sieht und fotografieren muss. Die Landschaft: Hammerschön! Die Fahrt auch! Ein Muss, wie ich finde.

Kinder finden es natürlich superspannend, wenn am Wegesrand ein Alligator am nächsten chillt und  sich sonnt. Ich hab bei jedem Fotogang dreimal hinter und neben  mich geschaut, ob da irgendwo was liegt und auf mich wartet. Nur Baby Cleo fand den Sonnenschutz im Auto interessanter. Auch gut.

GOLFKÜSTE VS. ATLANTIK

Wir haben für den zweiten Teil unserer Reise die Golfküste gewählt, weil das Wasser sehr viel wärmer ist. Hat sich gelohnt. Wir waren an Silvester am Strand und baden (bis die Kältewelle zwei Tage später Einzug hielt. Das ist aber doch eher ungewöhnlich für Florida.)

Mehr dazu im nächsten Post… 🙂

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