WELCOME TO PARADISE: Ein Tag auf den Bahamas

Nach Antigua und  St. Thomas heißt der letzte Stopp dieser Karibikkreuzfahrt: Bahamas. Als wir um 9 Uhr im Hafen in Nassau einlaufen, ist das schon ein Happening für sich. Langsam schieben wir uns durchs türkisblaue Wasser, vorbei an pittoresken Leuchttürmen und: dem Atlantis Hotel. Das wahrscheinlich meistfotografierte Objekt heute. Ein Teil meiner großen Familie hat Ausflüge dahin gebucht.

Wir vier wollen aber auf eigene Faust los, gehen kurz nach 9 vom Schiff und haben eigentlich nur eine Sache im Hinterkopf: Delfine. (Das große Kind lässt einfach nicht locker.) Ich hatte im Internet was über eine Privatinsel gelesen. Wir fragen also im Besucherzentrum nach, schlucken kurz beim Preis, hören dann aber, dass Strände und Bootsüberfahrt dazu gehören und entscheiden uns spontan dafür. Blue Lagoon Island, wir kommen! Wir haben noch gut anderthalb Stunden für Nassau, bevor wir später von Paradise Island aus ablegen.

Also: Los gehts. Nassau ist um einiges wuseliger – wir werden zu Beginn durch eine Art Markt gelotst, wo es alles gibt: T-Shirts, Muscheln, Taschen, und Hair Braids auch. Wir bleiben standhaft, wollen eigentlich zum Queen’s Staircase. Darüber hatte ich vorab was gelesen: Eine von Sklaven unter unmenschlichen Bedingungen in Stein gehauene Treppe. Und dann stellen wir fest: Mit zwei Kindern (eins vor die Brust geschnallt) zu Fuß bei 29 Grad Hitze ist es dorthin leider etwas weit. Also zurück in Richtung Hafen. Wir suchen ein Taxi und fahren schonmal los in Richtung Paradise Island um dort noch ein wenig zu chillen. Ich persönlich finde die Vorstellung von etwas weniger Menschen um mich herum ganz angenehm. 4 Dollar (pro Person) kostet die Fahrt, wir sitzen mit fünf anderen im Sammeltaxi und nachdem wir den Fahrer zweimal anschreien (Sein Standardsatz: „5 more minutes“… er hätte wohl gern noch ein paar mehr Passagiere) fahren wir auch endlich los. Ach so – Babyschalen gibts hier nirgendwo, auch keine Regeln, wie Babies im Auto zu sitzen haben, auf keiner der Inseln, die wir besuchen (in Florida übrigens auch nicht). Wir haben Cleo in der Manduca. Oder sie sitzt bei einem von uns aufm Schoß. Schäkert mit den Mitreisenden. Super easy.

Nach einer Stop-and-go Fahrt durch die Menschenmengen endlich auf Paradise Island angekommen, stolpern wir in mein erstes Highlight dieses Tages: Margharitaville. I love it! Ein Bar-Franchise von Sänger/Unternehmer Jimmy Buffett.

Kurz und knapp: Mega Strawberry Daiquiri (haha)! Mega Guacamole! Mega-Chillig! Ich liebe es!! Für die hungrige Cleo gibts frischen Kartoffelstampf. Wir könnten sehr gerne ne Weile hier bleiben. Pool gibts auch, inklusive Barhocker im Wasser. Aber nein: Es geht ja nach Blue Lagoon Island. Auch schön! Die Überfahrt: 25 Minuten. Und schon die macht Spaß!

Aber erst die Einfahrt in die Blaue Lagune: Ich drehe durch, als ich das türkisblaue Wasser sehe. Und die Hängematten in den Palmen!!! Matilda, als sie die aufblasbaren Rutschen sieht! Und die Delfine. Cleo sitzt in der Manduca und guckt auch ganz fröhlich. Ich weiß jetzt schon: Das wird mega! Was für ein Abschluss für diese Woche!!!

In der Lagune verbringen wir die ersten eineinhalb Stunden. Palmen-Hängematte: ich und das Baby (beim Chillen im Schattten sind wir ein eingespieltes Team -ha), Wasser und Funpark: Papa und das große Kind. Alle zufrieden.

Danach der Dolphin Encounter. Das Spektakel dauert eineinhalb Stunden. Mein Mann und Matilda (und 12 andere) mit zwei Delfinen im Becken. Nacheinander. Der junge Loui und seine Mama Soca. Sie dürfen die beiden streicheln, bekommen Küsse und so weiter. Das Leuchten in Matildas Augen! Dieses ich-glaub-das-alles-nicht-kneif-mich-mal-einer. Unbezahlbar! Ich glaube, sie ist die glücklichste 7-Jährige der Welt in diesem Augenblick.

Ich persönlich bin kein Fan von Delfinen in Gefangenschaft (oder Zoos generell), aber zumindest sind die Becken relativ groß und natürlich angelegt und die Tiere scheinen Spaß zu haben. Für frischen Fisch machen sie alles, wie es scheint. Zwischendurch tauchen sie auch mal ab in die größeren Becken, springen dort ein bisschen rum, schwimmen und kommen dann wieder. Für die Trainer ist das ok. Find ich beruhigend. Für mich gehören Define trotzdem nicht in abgegrenzte Becken, sondern ins offene Meer. Das thematisiere ich auch deutlich mit meiner Tochter.

„Fun“ Fact: Hier kamen drei Delfine für die Serie „Flipper“ her.

Preise Blue Lagoon Island: 2 Dolphin Encounters (Kinder unter 12 Jahren brauchen einen Erwachsenen, der mit ihnen zusammen ins Wasser geht) PLUS ein Oberserver (der zuguckt und Bilder macht), Baby kostenlos: Umgerechnet 234 Euro.* Immerhin inklusive: Katamaranfahrt hin und zurück und Benutzung der Strände. Nicht billig, aber seinen Preis wert. Finden wir.

*Den Großteil davon sponsern Oma und Opa… Das Delfinerlebnis wird das Weihnachtsgeschenk, an das sich wohl sehr lange gern erinnert wird 🙃

Außerdem absolut sehenswert auf Blue Lagoon Island:

Kelly’s Beach: im Gegensatz zur Lagune ein offener, rauer Strand, ohne Bademeister, dafür mit hohen Wellen. Wunderschön! Findet Cleo auch.

Kurz vor 16 Uhr legt der Katamaran wieder ab in Richtung Paradise Island und bringt uns direkt zum Schiff. Die Überfahrt ist der krönende Abschluss: Ich sag nur:  Party Boat. Zuerst schallt die Macarena durch blecherne Lautsprecher. Der Co-Captain animiert zum Tanzen. Fast alle machen mit. Wir auch. Klar 😅Matilda darf außerdem kurz das Boot lenken und ich bin dermaßen GLÜCKLICH, dass ich das heute, HIER, JETZT! erleben darf. Ich möchte kurz die Zeit anhalten um den Moment aufzusaugen und abzuspeichern. Ach, Bahamas: I’ll be back. Irgendwie. Irgendwann.

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