Wie man mit Eis die Welt ein kleines bisschen besser machen kann

Vielleicht kennt ihr die schicken Lycka-Eisbecher oder Riegel ausm Supermarkt? Alle Produkte sind 100 Prozent natürlich und bio und mit jedem Kauf tut ihr auch noch was Gutes. Ein Teil des Umsatzes fließt in soziale Projekte der Welthungerhilfe.

Ein Becher = Eine Schulmahlzeit. Das ist die simple Formel von Lycka. Dahinter steckt das Hamburger Startup purefood. Wir haben mit einem der Gründer, Felix Leonhardt, gesprochen.

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Felix, wie seid ihr auf die Idee gekommen, Lycka zu gründen?

Das war vor gut dreieinhalb Jahren. Die Idee war, mit guten Lebensmitteln den Unterschied zu machen. Dahinter stand auch der Drive, etwas zu verändern. Wir sind dann schnell bei den Problemen „Welthunger“ und „Grundbedürfnisse“ gelandet und der Absurdität unserer Konsumgesellschaft und der Realität in Entwicklungsländern. Jede Sache, die wir hier konsumieren, hat auch irgendwo negative Auswirkungen. Wir haben uns gefragt, ob man den Spieß nicht umdrehen kann. Und das war der Antrieb. Das war die Idee und irgendwann sind wir dann bei der Welthungerhilfe gelandet. Und dann haben wir entschieden, richtig gute Lebensmittel zu machen, mit denen wir uns für eine Welt ohne Hunger einsetzen.

Wie kamt ihr auf den Namen „Lycka“?

Wir wollten irgendwas mit „Glück“ oder „Freude“. Die Produkte sollen positiv sein, inspirieren, mitreißen, es soll ne Bewegung werden. Und alles, was wir uns auf deutsch oder englisch ausdenken konnten, klang irgendwie doof. Wir fanden außerdem, dass die deutschen Produkte alle sehr langweilig aussehen und haben dann ganz naiv die fünf besten Designagenturen in Europa angeschrieben und gefragt, ob die das Design für uns machen wollen. Eine schwedische Agentur hat das dann tatsächlich gemacht und in den Mails immer mit „lycka till“ (viel Glück) unterschrieben. Gleichzeitig waren wir gerade dabei, Glück in alle möglichen Sprachen zu übersetzen und haben uns dann für das schwedische„Lycka“ entschieden.

Was ist denn das besondere an Euren Produkten?

Das besondere ist, dass es möglichst kurze Zutatenlisten sind, saulecker, mit extrem guten Nährwerten. Also: Möglichst lecker, möglichst natürlich, möglichst nachhaltig. Außerdem ist Verpackung für uns ein Riesen Thema. Wir stellen uns immer die Frage, wie wir Verpackung, Produktion und Transport optimieren können.

Ihr vertreibt Lifestyle-Produkte. Siehst Du da einen Widerspruch, wenn Du an den angesprochenen Welthunger denkst?

Nein. Ich sehe da keinen Widerspruch. Es war von Anfang an klar, dass es Lifestyle-Produkte sein müssen. Das sind einfach Produkte, die Spaß machen und bei denen man das Gefühl hat, dass man sie ausprobieren möchte. Und diesen Kaufimpuls, den wir alle haben, den wollen wir nutzen. Da kann man sich einfach mal die wirtschaftliche Entwicklung angucken. Gerade Deutschland ist nach dem zweiten Weltkrieg insbesondere durch Handel groß geworden. Und die Konsumgesellschaft liegt dem ganzen zugrunde. Und natürlich kann man sagen „das System ist doof“, die Frage ist nur, ob man dadurch was ändert. Oder man nutzt die Marktmechanismen aus dem System heraus, um das System besser zu machen.

Ein Teil des Erlöses wird gespendet. Wie genau funktioniert das Modell?

Erstmal geht es uns darum, wirtschaftliche Entwicklung in den Entwicklungsländern hervorzubringen. Das zweite Thema ist hier bei den Menschen in Deutschland und Europa, Bewusstsein dafür auszulösen, welchen Effekt man mit jedem Einkauf hat und was man bewirken kann. Wir haben dann mit der Welthungerhilfe zusammen Projekte ausgesucht und sind dann relativ schnell bei Schulmahlzeiten gelandet. Zusammen bauen wir vor Ort eine Infrastruktur auf, zum Beispiel Schulgärten. Eltern und Lehrer werden ausgebildet, was angebaut werden kann, um eine rundum nachhaltige Ernährung zu sichern und um unabhängig zu sein. Und am Ende läuft es so, dass wir von jedem verkauften Produkt einen festen Betrag spenden. Bei einem Eisbecher sind es beispielsweise 11 Cent. Das ist in der Schnittberechnung dann genau eine Schulmahlzeit. Deswegen die Formel 1 Becher = 1 Schulmahlzeit. Langfristiges Ziel ist es, dass Du – wenn Du ein Produkt kaufst – genau nachvollziehen kannst, wo die Zutaten herkommen, was für einen CO2-Footprint hat es und wer von dem Produkt wie viel profitiert.

Was konntet ihr mit den Spenden bisher denn schon alles erreichen?

Insgesamt konnten wir bisher etwas mehr als 880.000 Schulmahlzeiten ermöglichen. Außerdem haben wir die ersten Projekte, bei denen wir mit Bauernkooperativen direkt zusammenarbeiten, verwirklicht. Von denen beziehen wir insbesondere Kakao und Vanille. Und bei unserem neuen Produkt Kaffee arbeiten wir mit einer kleinen Rösterei zusammen, die auch direkt von Bauernkooperativen ihren Kaffee bezieht. Wir haben uns inzwischen auch mit anderen Start-ups zusammengetan. Das ist ganz schön. Das sind alles Unternehmen, die die gleichen Ziele und Werte haben wie wir und da schaffen wir es, in den Lieferketten, die Großhändler ein bisschen auszuschalten. Man muss auch sagen, dass die Welthungerhilfe extrem transparent ist. Wir kriegen jeden Monat eine Abrechnung, auf der wir genau sehen, was passiert.

Was habt ihr Euch für die Zukunft noch vorgenommen?

Das wichtigste Ziel ist es, die Lieferketten komplett transparent und komplett nachhaltig zu bekommen. Es wird mit Sicherheit auch noch neue Produkte geben. Also erstmal in den bestehenden Linien: neue Eissorten, neue Riegel und neuen Kaffee. Aber wir haben auch noch sehr viele Ideen für neue Produktkategorien.

Wir sind gespannt. Danke Felix!

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***Das Interview haben wir aus persönlichem Interesse und Überzeugung geführt! Das Lycka-Paket wird uns netterweise zur Verfügung gestellt!***<<<<<<<

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