The End in „The End“

Das Beste zum Schluss. Es bleiben zehn Tage und die packen wir uns nochmal richtig schön voll. Washington, D.C., New York City, Long Island. Also: Hauptstadt. Megacity. Meer.

Washington, D.C.: Wir besuchen Freunde und verbringen den ersten (von NUR zwei Tagen) auf Fußballplätzen. Lotta und Louise spielen beide im Verein, am Wochenende sind Punktspiele. Wir fahren also alle zusammen erst zu einem, dann quer durch die Stadt zu einem anderen Platz. Sitzen zwischen (zum Teil SEHR ehrgeizigen) Eltern, die ihre Mädchen (SEHR) laut anfeuern. „Go girls“. Wer weiß, vielleicht steht ja heute ein Scout am Spielfeldrand. Auf der Suche nach neuen Talenten. Wir lassen uns anstecken und brüllen mit. Ich möchte nicht jeden Sonntag so verbringen, aber der heute macht richtig Spaß! Und für’s nächste Mal wissen wir: Campingstühle einpacken. Ich kannte die bisher nur von Heidi Klum aus der Gala, aber die haben hier tatsächlich alle. Wieder was dazugelernt.

Bleibt noch ein Tag für Sightseeing, eigentlich ein bisschen wenig für die Hauptstadt der Vereinigten Staaten, aber gut. Capitol Hill. Check. White House. Check. National Mall. Check. Und so weiter. Wir rennen und staunen. Polly schläft. Blinzelt nicht mal, als wir vor dem Weißen Haus stehen. Vielleicht ignoriert sie es (beziehungsweise eher den Bewohner des Haues) auch ganz bewusst. Vermutlich ist es so. Eine kleine Pause gönnen wir uns in Georgetown. Nehmen das Tempo raus und schlendern über die M Street. Schön hier. So schön, dass wir gerne noch länger bleiben würden – aber wir „müssen“ weiter.

 

New York: „Ein Leben würde nicht ausreichen, alle Winkel dieser Metropole zu erkunden“, schreibt mein Reiseführer. Wir haben drei Tage 🙂 Einer davon sieht ähnlich aus, wie der zweite in Washington. Sightseeing in Rekordzeit. 16 Kilometer zu Fuß durch Manhattan. Wir schlendern nicht, wir rasen. Die anderen geben das Tempo vor. Schieben uns durch die Straßenschluchten. Stehenbleiben is nicht. Immer weiter, immer weiter. Am Abend tun nicht nur die Füße, sondern vor allem der Nacken weh. Vom vielen Hochschauen. Im Kopf so viele neue Bilder und Eindrücke. Im Ohr ein Dauerrauschen. Aber es hat sich gelohnt. Diese Stadt ist der Wahnsinn.

Manhattan-Tipps von „locals“ gibt es bald hier auf dem Blog!

Tag zwei und drei bleiben wir in Brooklyn. Zur Erholung. Unsere Lieblingsplätze:

  • Die Bedford Avenue zwischen der 10th St und Metropolitan Avenue in Williamsburg.  Hier verbringen wir STUNDEN. Schlendern durch die zahlreichen Seitenstraßen, sitzen in schönen Cafés und Restaurants. Ohne Reiseführer, ohne einen Plan. Herrlich. Im Salt + Charcoal bestelle ich meine erste Poke Bowl. So lecker, dass ich eigentlich nichts anderes mehr essen will. Also gibt’s am nächsten Tage gleich noch eine. Bei Pokebab. Auch sehr zu empfehlen. Danach einen Kaffee im Café Gitane und ein Eis aus der Pressed Juicery.
  • East River State Park und Bushwick Inlet Park Von hier aus hat man einen fantastischen Blick auf die Skyline von Manhattan.
  • Park Slope Ein wunderschöner Stadtteil mit klassischen Brownstone-Häusern. Bekannt unter anderem für – so lese ich – „Kinderwagen schiebende Pärchen“. Hah. Tatsächlich. Ohne Kinderwagen fällt man hier fast auf.
  • Prospect Park Eine kleine Ruheoase mitten in der Stadt. Nicht so groß und überfüllt wie der Central Park, hier ist es deutlich entspannter. Überall stehen Parkbänke, es gibt einen kleinen See, einen Kanal und in der Mitte eine große Wiese, auf der Football, Cricket und Baseball gespielt wird. Wirklich schön.

 

Long Island: Zum Abschluss unseres roadtrips wollen wir nochmal ans Meer. In gut zwei Stunden erreicht man von Brooklyn aus die Hamptons auf Long Island. Hier gibt es kleine hübsche Orte mit schicken Häuschen (zum Teil eher Anwesen), Cafés, Shops, Galerien, Weingüter und wirklich unfassbar schöne Strände mit wilden, langgezogenen Dünen. Über Airbnb finden wir eine tolle Unterkunft (mit den weltbesten Vermietern) in Sag Harbor. Ein kleines Häuschen mitten im Wald, gut zehn Minuten vom nächsten Strand entfernt. Und von der Main Street. Die angeblich schönste „kleine Hauptstraße“ in den USA. Das kann ich nicht beurteilen, aber der Ort ist tatsächlich sehr, sehr idyllisch. Wir essen Mittag im Provisions, Frozen Joghurt bei Buddha Berry, trinken Kaffee im Golden Pear Café. Sitzen am Hafen, schaukeln mit Polly am Havens Beach, hören Live-Musik im Baron’s Cove.

 

Sag Harbor liegt perfekt. Von hier aus machen wir Ausflüge. Fahren nach Bridgehampton, East Hampton, Southampton, Water Mill und Amagansett, mit der Autofähre nach Shelter Island (hier unbedingt zum Lunch ins Marie Eiffel Market) und jeden Tag an einen anderen Strand. Einer ist schöner als der andere. Unberührt, breit und endlos lang. Unsere Favoriten: Ditch Plains in Montauk (beliebt bei Surfern) und Gibson Beach in Sagaponack.

Montauk lohnt sich auf jeden Fall!!! Der kleine lässige Ort – auch „The End“ genannt – liegt ganz im Osten von Long Island. Hier spielt unter anderem die Serie „The Affair“. Ich gebe es zu – ich bin ein großer Fan und wenn ich schon mal hier bin, muss ich natürlich ins The Lobster Roll. Das Restaurant, im dem Alison arbeitet und Noah kennenlernt. Am selben Tisch, an dem sich die beiden das erste Mal begegnen, esse ich jetzt Pommes. Wie aufregend 😉 Toll wohnen kann man in Montauk übrigens auch: Im Ruschmeyers oder in der Surf Lodge.


#Reisezeit: Im Sommer (die Saison geht von Ende Mai bis zum Labor Day Anfang September) sind die Hamptons DAS Reiseziel reicher New Yorker. Dann ist es hier voll und die Unterkünfte sind auch kaum bezahlbar. Jetzt im Herbst ist es deutlich entspannter. Wer allerdings unbedingt baden will, darf keine Frostbeule sein. Der Atlantik ist doch etwas…frisch.

 

 

 

 

 

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