Boston? BOSTON!

Boston stand jetzt nicht ganz oben auf meiner „Dawillichunbedingtmalhinliste“, aber hier wohnen Freunde, also wurde es mal Zeit für einen Besuch. Und was soll ich sagen?! DANKE Katie und Heiko! Ohne Euch wären wir vermutlich nicht nach Boston gereist und hätten dann ganz schön was verpasst. Boston ist großartig! Boston ist cool, Boston ist entspannt. Boston ist groß und busy, aber nicht anstrengend. Boston ist historisch, Boston ist modern. Und Boston ist „The Walking City“. Also sind wir gelaufen. Gelaufen und gelaufen. Und haben dabei tolle Ecken entdeckt. Meine Top Five:

Public Garden: Ein wunderschöner Park mitten in der Stadt. Umringt von Hochhäusern, breiten Straßen und Trubel. Hier aber ist Ruhe. Wir kommen fast jeden Tag her. Sitzen auf einer der Parkbänke unter Magnolienbäumen und schauen auf den kleinen See. Oder liegen auf unserer Picknickdecke. Polly beobachtet Enten und Eichhörnchen, wir beobachten sie. Herrlich.

 

Freedom Trail: Boston macht es einem schwer, die Orientierung zu verlieren. Die Straßen sind alphabetisch geordnet und um die wichtigsten historischen Sehenswürdigkeiten der Stadt zu sehen, muss man nur den roten Ziegelsteinen auf den (oft kopfsteingepflasterten) Gehwegen folgen. Machen wir. Der Freedom Trail ist etwa vier Kilometer lang und führt uns an allen wichtigen Plätzen, Orten und Häusern der amerikanischen Unabhängigkeitsgeschichte vorbei: Zum Beispiel zum Old South Meeting House. Hier ist die Boston Tea Party geplant worden. Ein Geschichtskurs to go. Und ich muss mich beim Lesen des Stadtplans nicht drei Mal um die eigene Achse drehen. Oder einem Stadtführer mit Schirm folgen. Clever gelöst. Top!

 

Newbury Street: Ich liebe „Brownstones“. Diese schönen Reihenhäuser mit den braunen Fassaden, Erkern, steilen Steintreppen und gußeisernen Geländern. In Boston gibt es viele davon. Unter anderem in Beacon Hill, dem wohl vornehmsten Viertel der Stadt. Oder in Back Bay. Hier ist auch die Newbury Street, auf der man wunderbar schlendern, gucken und shoppen kann. Zwischendurch in einem der vielen, schönen Cafés sitzen und Leute beobachten. Zufällig und ZUM GLÜCK habe ich hier auch die pressed juicery entdeckt. „Gesundes“ Eis aus Früchten und Nüssen. Yummy!

 

Harvard: Harvard, Yale, Princeton – die drei Eliteunis an der US-Ostküste. Wir gucken sie uns alle an. Man kann ja gar nicht früh genug damit anfangen (so viel zu Thema Helikoptermuddi). Yale haben wir auf unserem kurzen Stopover in New Haven besucht, jetzt ist Harvard in Cambridge dran – mit der Bahn etwa zehn Minuten von Boston entfernt. Allein der Ort lohnt sich schon. Am Harvard Square gibt es jede Menge Cafés (sehr zu empfehlen sind die Sandwiches und der echt gute Kaffee im Crema) und Buchläden (klar!). Dazwischen Studenten in Harvard-Kapuzenpullis, Straßenkünstler, Schachspieler, Musiker (wir sitzen neben einem, der auf Leonard Cohen macht und in Endlos-Schleife „Halleluja“ singt. Aber gut. Sehr gut. Hach). Das Highlight ist aber definitiv der Campus. So oft in Filmen und auf Bildern gesehen. So oft davon gelesen. Jetzt sind wir hier. Und ich bin richtig ergriffen. Harvard ist die älteste Universität der USA. Acht US-Präsidenten und etliche Nobel- und Pulitzer-Preisträger haben hier studiert. Jetzt sitzen hier Studenten und Professoren unter uralten Eichen, zwischen den roten Ziegelsteingebäuden, auf neonfarbenen Stühlen. Ein tolles Bild. Und Polly mittendrin. Auf ihrer bunten Krabbeldecke. Die Elite liest, paukt und diskutiert. Polly isst Gras (Harvard-Gras!) und freut sich. Wir uns auch.

 

Fenway Park: „Bist Du auch so ergriffen?“, frage ich meinen Mann in Harvard. Nöö! Ist seine Antwort. „Das bin ich eher in einem Stadion“. Okay. Ich hab’s verstanden. Hier kommt jetzt also eines seiner Highlights. Muss auch sein. Ist ja hier kein Muddiblog. Haha. Also ich zitiere: Boston ist DIE Sportstadt in den USA und in allen wichtigen Ligen vertreten. Hier spielen unter anderem die New England Patriots in der NFL. 2015 haben sie den Super Bowl gewonnen. Damals waren 750.000 Menschen auf den Straßen (Zitat: „Das muss man sich mal vorstellen“). Mein Mann will den Fenway Park sehen – das älteste Baseball-Stadion der Welt. Dort spielen die Red Sox. Und zwar sehr, sehr lange. Nach drei Stunden verlässt er vorzeitig das Stadion und erfährt am nächsten Tag, dass er das längste Spiel der Saison verpasst hat. Er ist trotzdem happy, dabei gewesen zu sein, begeistert von dem Drumherum vor allem vor dem Spiel und berichtet uns ausführlich davon. Polly wirkt sehr interessiert. Ein neuer Red-Sox-Fan? Und ich? Ich freu mich schon auf Princeton 😉

 

 

#Reisezeit Ihr seht es: Auf fast allen Bildern ist der Himmel BLAU. Und tatsächlich – nach dem „Solalasommer“ in Hamburg hatten wir einen grandiosen in Boston. Besonders schön ist er hier im Spätsommer oder im Herbst, sagt man uns. Finden wir auch!

 

 

 

2 Antworten auf „Boston? BOSTON!

  1. Hey Muddis! Ich glaube ich habe einen neuen Lieblingsblog!! Herzlichen Glückwunsch!
    Boston wäre auch niemals auf meiner Reise-to-do aber jetzt schon während des Lesens hätte ich am liebsten einen Flug gebucht! WOW! Ich freue mich schon auf weitere Muddibeiträge! Have fun!
    Kisses Alex

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s